Mai 16

Gegensprechanlage bei Radio LORA

Nächster Termin: Mittwoch 16.11.2011, 21.00 Uhr

Gegen-Sprech-Anlage

bei Radio LORA 92,4

Michael Wladarsch, Bund für Geistesfreiheit München

 

Ist der Humanismus eine Alternative zu Religionen.

Gäste: Roland Pardon und David Farago

Giordano Bruno Stiftung Regionalgruppe München, Augsburg

 

Außerdem: Studiogast Herr Gott

Allerdings: Trotz verschiedener Tipps aus dem Publikum, ist es immer noch nicht gelungen Gott tatsächlich ins Studio zu holen. Wir bleiben dran und versuchen alles Mögliche, um doch noch ein Gespräch zustande zu bekommen.

Diese Sendung ist zum Mitmachen gedacht. Also anrufen Fragen stellen oder Statements abgeben.

Die Nummer wird in der Sendung bekannt gegeben.

Oder stellen Sie Ihre Fragen hier im Internet! Nutzen Sie dazu die Kommentarfunktion weiter unten.

LORA München sendet Montag bis Freitag von 17 bis 24 Uhr auf UKW 92,4 in und um München
und im Münchner Kabelnetz auf 96,75

SIE KÖNNEN UNS ABER AUCH ÜBER DAS INTERNET HÖREN.

 

Realität ist das,

was nicht verschwindet,

wenn man aufhört daran zu glauben.

Philip K. Dick

Die vergangene Sendungen zum Nachhören:

IX. Mittwoch 21.09.2011, 21.00 Uhr

Der Papst im Bundestag

VII. Mittwoch 16.07.2011, 21.00 Uhr

Nachlese des ersten Münchner Gottlosentreffen.

VII. Mittwoch 15.06.2011, 21.00 Uhr

Wir klären die Frage zum Universum, der Welt und Allem.

VI. Mittwoch, 20.05.2011 – Gottlosigkeit

Links zur Sendung: Richard Dawkins: Out Campaign

V.  Mittwoch, 19.02.2011, 21.00 Uhr – Kreationismus

Links zur der Sendung: ThunderfOOt – Why do people laugh at Creationists

Artikel von Bernhard Foltz

IV. Mittwoch, 19.01.2011, 21.00 Uhr

Links aus der Sendung:
Jahr des Kirchenaustrittsbfg-muenchen, Giordano Bruno Stiftung, gbs-münchen, IBKA, KORSO, Violettbuch

III. Mittwoch, 17.11.2010, 21.00 Uhr

II. Montag 16.08.2010, 21.00 Uhr

I. Montag 17.05.2010, 21.00 Uhr

Michael Wladarsch, Bund für Geistesfreiheit München

mit einer Nachlese zum Ökumenischen Kirchentag.

Studiogast der Herr Gott

… wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen. (frei nach Mt 18, 20)

Gott ist leider nicht erschienen.

Dabei hätte ich so gerne die wichtigen Fragen der Menschheit mit ihm besprochen!!


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Jun 07

Frecher Mario 2010

 

Ausgewählte Wettbewerbsbeiträge

zum Kunstpreis Blasphemie ”Frecher Mario 2010” vom Gottlosentreffen Juni 2011 am Corso Leopold

 

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Jun 06

Ihre Meinung!

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Apr 21

Der etwas andere Karfreitag -Für Nicht-Christen und andere Freigeister!

Fr., 22.04., ab 17h00 – ein echter Traditionstag, nicht nur für Gläubige. Seit Ewigkeiten laden wir herzlich ein zum Film-Abend mit Schokolade und Pralinen; ein Spaß, den sich echte Christen ja doch verkneifen müssen an diesem Tag, wir aber nicht. Auch in diesem Jahr laden wir wieder ein, auch dieses Mal ins Maxim Programmkino/Landshuter Allee/München. Buffet-Eröffnung ist dieses Mal gleich um 17h00, da wir hohe Gäste erwarten: ein kleines Filmteam der BBC möchte sehen, was die Gottlosen an einem solchen Tag veranstalten. Kommt also bitte möglichst zahlreich, sagt den Termin weiter, sorgt für volles Haus, damit wir den Kollegen aus dem Land der „Buskampagne” auch was zeigen können!!! Karten bitte direkt übers Maxim reservieren lassen (Tel: 089/168721).

Zum Ablauf

17h00 – Schoko-Pralinen-Buffet – Eröffnung

17h30Chocolat – Ein Biss genügt

(Johnny Depp/Juliette Binoche)

Komödie um Bigotterie und Doppelmoral in einem französischen Kaff

20h00Religulous – man wird doch wohl fragen dürfen

(Bill Maher/Larry Charles)

Satirischer Dokumentarfilm über Religionsgemeinschaften und ihre Gläubigen

Und warum das Ganze?

„(…) Nach unserer Erfahrung ist es nicht zeitgemäß – und es ist fraglich, ob es das jemals war – die gesamte Bevölkerung gesetzlich zu zwingen, aus Rücksicht auf ein religiöses Bekenntnis Feiertage einzurichten, an denen ein ‘Ernst des Tages’ beachtet werden muss, der sich einem großen Teil der Bürger/innen gar nicht erschließt bzw. die diesen Glauben nicht teilen. Und vermutlich ist selbst unter den eingetragenen Christen das Bedürfnis nach Vergnügen und – dem Ernst des Tages wohl gar nicht angemessener – Unterhaltung groß. Wie sonst erklärt man sich den Umstand, dass die Veranstaltungskalender der bayerischen Landeshauptstadt voll sind mit Alternativ-Angeboten zu den Gottesdiensten und Feierlichkeiten der beiden großen Staatskirchen? (…)

Religionsfreiheit ist das Recht aller Bürger/innen in diesem Staat. Was die Menschen hierzulande heutzutage glauben wollen oder eben nicht, ist ihre persönliche Entscheidung und muss frei von staatlicher Einflußnahme sein. (…).”

(aus der Pressemeldung des bfg mÜnchen vom April 2007 als Antwort auf das Verbot der Karfreitags-Veranstaltung durch das Münchner Kreisverwaltungsreferat vom 26.03.07).

Daher liegt die Klage des bfg mÜnchen gegen das Bayr. Feiertagsgesetz inzwischen zur Prüfung vor dem obersten deutschen Gericht, das doch bitte diesen Sachverhalt prüfen möchte. Seit 2007 nehmen wir den Weg durch die juristischen Instanzen für die Durchsetzung unserer politischen Ziele in Kauf.

Über regen Besuch, rege Weiterleitung und rege Anteilnahme an den bfg-münchen-Umtrieben freuen wir uns !

 

 

 

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Mrz 16

Der freche Mario 2010

Preisträger des Blasphemiepreises 2010

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Mrz 16

Kreationisten in Starnberg

Ich war dort und schildere mal meine Eindrücke:

Beim Betreten der Vorhalle wird man schon fast überfallen von den Anbietern der einschlägigen Literatur, inklusive Medien wie DVDs, die teils noch vor Ort gebrannt und etikettiert werden, und verschiedenster Internet-Angebote zum Thema, z.B. www.bibelstream.org. In großer Menge vertreten sind natürlich die Machwerke des Vortragenden Prof. Dr. Walter Veith. Die Türen zum Saal öffnen sich, an jeder Tür postieren sich zwei Jugendliche, die den Eintretenden ein Buch überreichen, dessen Seiten jedoch, bis auf jeweils einen Bibelspruch am oberen Rand, leer sind. Zum Mitschreiben – dafür ist ein Kuli dabei, informiert man mich beflissen. Der Saal ist mit an die 300 Leuten fast voll besetzt. Die Spannung steigt. Ein Pianist stimmt die Zuhörer auf die große Verkündigung ein. Feierlich wird der Redner angekündigt als ehemaliger Atheist, der dann im Rahmen seiner Forschungen fand, dass es einen Schöpfer geben muss. Prof. Veith betritt die Bühne und beginnt seinen Vortrag in einem Tonfall, der irgendwie an einen Kabarettisten erinnert. Der amerikanische Akzent vergegenwärtigt mir förmlich, wie frisch diese ‘Wahrheiten’ aus Amerika importiert sind. Nach kurzem Überfliegen der Entstehung aus einer Ursuppe, die den Sündenfall nicht erklären kann, über das Lächerlichmachen von Dawkins kritischen Beiträgen zum Kreationismus und einem Exkurs “Was ist ein Bright?” kommt er dann richtig in Fahrt: Die Wissenschaft behauptet, alles stamme aus dem Urknall. Aber woher denn nun? “Alles kreist sich”, ereifert er sich, während der Projektor Bilder von Spiralgalaxien zeigt. “Woher stammt der Drehimpuls?” Er habe Wissenschaftler gefragt, und die hätten geantwortet, der sei anfangs schon dagewesen. “Aber wenn das stimmt, dann muss sich doch jedes Himmelsobjekt in die selbe Richtung drehen, doch das stimmt so nicht! Also schiebt die Wissenschaft das einfach beiseite!” Das Publikum lacht über den offensichtlich gut gelungenen Hieb auf die bornierten Wissenschaftler. Und so geht es weiter: “An Bildern des Grand Canyon ist doch deutlich zu sehen, dass die Täler in kurzer Zeit entstanden sind und nicht etwa in Jahrmillionen.” Die Zuhörer sind sich offenbar dessen ganz sicher. “Nichts ist explodiert und das wurde alles, das ist Wissenschaft!” Die Zuhörer lachen sich schief. Mir entfährt “Der erzählt ja einen Quatsch!” und ich ernte böse Blicke. “Millionen Jahre? Steine haben keine Uhr!” argumentiert er, um direkt danach festzustellen, dass man den Zeitpunkt doch garnicht kennt, zu dem diese Uhren auf Null standen. (Man beachte die Logik!) Er jongliert mit Zerfallszeiten, die vom Magnetfeld abhängig sind, der Sintflut, die von Wissenschaftlern nur zwecks Aufrechterhaltung der Evolutionstheorie geleugnet wird. Zu einem Bild von Sandsteinfelsen, in denen sogar deutlich die Schichtung erkennbar ist, erzählt er, dass es diese Schichten garnicht geben kann, denn jede Schicht muss einmal die oberste gewesen sein und war damit der Erosion unterworfen, konnte sich also doch garnicht erst bilden. Trotz Anblick des fotografierten Gegenbeweises nicken alle einsichtig. (Mir rollen sich jetzt wirklich die Zehennägel.) Er argumentiert, dass es weltweit Kreideschichten gibt (also jetzt doch wieder), die Muscheln enthalten und die Sintflut beweisen. Und viele Fossilien lägen in der selben Richtung, es müsse also sehr schnell gegangen sein. Und dann kommt das Knüller-Argument schlechthin: Ein Bauplan eines Flugzeugs, der Genotyp, zusammen mit dem Bild des fertigen Flugzeugs, dem Phänotyp, wird auf die Leinwand projiziert. Dazu der Kommentar, dass vom Bauplan bis zum Flugzeug viel Entwicklungsarbeit notwendig ist und erst einmal getestet werden muss, ob es wirklich fliegt. “Aber die Wissenschaft sagt, das sei alles durch Zufall entstanden! So als würden 1000 Affen, die auf 1000 Schreibmaschinen losgelassen werden, irgendwann mal Shakespeares Werke reproduzieren würden.” (Und wieder das Gelächter.) In der Folge wird immer unklarer, was der werte Herr mit seinen Argumenten belegen möchte: Es ist davon die Rede, dass Federn komplexer sind als Schuppen und sich daher nicht daraus entwickelt haben können, es geht um Gene von Affen und Bananen, kurze Därme von Fleischfressern und lange von Pflanzenfressern. Und dann der Höhepunkt: Um die Tatsache, dass eine stete Änderung der Lebewesen erkennbar ist, kam selbst er wohl nicht herum. Also führt er flugs einen neuen Begriff ein, die “Devolution”. Gott hat die Lebewesen in vollkommener Weise erschaffen, und jede Änderung ist lediglich ein Verlust positiver Eigenschaften. Z.B. haben Schlangen noch erkennbare Reste von Beinen, was die Devolution belegt. (Das Publikum lauscht gespannt.) Nach dem Schlusswort: “Glaube ist für die Wissenschaft und die Bibel erforderlich; ich habe die Wahl, die Bibel nicht in den Papierkorb zu werfen” wird angekündigt: “Wir zeigen jetzt den Film ‘Die Schöpfung’. Der ist ganz toll!” und der Redner verduftet ohne jede Diskussion. Keinen der Zuhörer scheint das zu stören. Immerhin gelingt es mir, den eiligen Herrn in der Vorhalle noch kurz abzubremsen, doch meinen Versuch, ihm eine Frage zu den Pflanzen- und Fleischfressern zu stellen, vereitelt er geschickt: Er drückt mir eine DVD von einem der Verkaufstische in die Hand, sagt, diese würde alle meine Fragen beantworten, und weg ist er. Dezent werde ich von einer Frau noch aufgefordert, die DVD erst zu bezahlen. (Ist ja richtig toll, diese Verkaufsstrategie!) Als ich verärgert die DVD zurücklege, erklärt mir ein Insider nochmals ein paar Grundlagen: Die Erde ist 6000 Jahre alt. Das kann man aus Angaben in der Bibel ausrechnen. Sie wurde innerhalb von 6 Tagen erschaffen, so wie es in der Bibel steht. Anfangs waren alle Tiere Pflanzenfresser, doch nach der Geschichte mit dem Apfel und der Schlange fraßen sie sich auch gegenseitig. (Soso, jetzt weiß ich es also genau!) Nun, schlimmer kann es ja nicht mehr werden, also kann ich mir ja den Film noch reinziehen. Aber es wurde schlimmer! Mit schwülstiger Musik begleitete bombastische Bilder zeigten in epischer Breite die 6 Schöpfungstage: die wüste Erde, das Wasser, das der Luft Platz machte, die Pflanzen und die Tiere und schließlich, wie Gott aus Erde Adam formte, ihm das Leben einhauchte und ihm dann Eva zur Seite stellte – er ordentlich rasiert, sie mit geschminkten Lippen, beide adrett frisiert und mit Zahnpastalächeln. (Oh Graus!) Der junge Mann, der mir anfangs das leere Buch überreichte, räumte dann ein, dass das ja vielleicht nicht ganz genau so war, aber dass die Erde in 6 Tage erschaffen wurde, steht doch zweifelsfrei fest. Und er schwärmt mir vor, wie toll doch diese Gemeinschaft der Adventisten ist. Man könne in jeder fremden Stadt einfach die Adventisten aufsuchen und würde gleich freundlich aufgenommen. Noch ein kleiner Scherz zum Schluss: Nach der Rückfahrt per S-Bahn fuhr ich den Rest des Weges per Taxi, kam mit dem Fahrer ins Gespräch und erwähnte mein Erlebnis in Starnberg. Da ging der Taxifahrer wie eine Rakete in die Luft: “Diese Lügner, die erzählen nur, was in ihren Büchern steht, und wissen genau, dass das nicht stimmt!” und verfuhr sich vor Erregung gleich 3 mal hintereinander. Er meinte aber nicht die Adventisten, sondern die Wissenschaftler. Er weiß als Angehöriger einer evangelikalischen Sekte genau, wie das damals war … Und wahrlich, ich sage euch, die Erinnerung an diesen Tag wird mich noch viele Jahre meines Lebens mit Erheiterung erfüllen! Bernhard Foltz

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Mrz 02

Schwulenhasser onaniert am Kinderspielplatz

“Habe ich Probleme? Ja! Habe ich was falsches getan? Ja!”

Mit diesen Worten kommentiert der prominente Prediger Rev. Grant Storms, bekannt vor allem durch seine ablehnende Haltung zu Homosexualität, die Tatsache, dass er am Kinderspielplatz beim onanieren ertappt wurde. Siehe den nachfolgenden Artikel der Huffingtonpost, einer der wichtigsten Inernet-Zeitungen in den USA:

http://www.huffingtonpost.com/2011/03/01/grant-storms-arrested-masturbating_n_830000.html

Die Religion und die Sexualität, brisante Mischung mal wieder…

wff

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Dez 06

Christopher Hitchens

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Okt 29

Der iMächtige

Die Computerwelt ist aufgeteilt in Gut und Böse. Auf der einen Seite steht das böse Microsoft mit dem Multimilliardär Bill Gates. Auf der anderen Seite steht die hippe Firma Apple aus Kalifornien, die mit innovativen Produkten regelmäßig nicht nur die Weltwirtschaft aufmischt, sondern unter Anhängern in regelmäßigen Abständen Fieber auslöst. Der Kult um Apple hat längst religiöse Züge angenommen. “Apple ist die neue Weltreligion”, sagen Experten.


Die Wissenschaft beobachtet das Phänomen der starken Identifizierung mit einer Marke schon seit rund 40 Jahren und nennt es “Konsum-Subkultur”. Darin gibt es einen eigenen Ethos, einen eigenen Jargon, Rituale, ja, sogar Hierarchien. Ähnlichkeiten hierzu gibt es bei der Verehrung von Sportclubs oder Musikbands.

Die Forscher Mathew Ragas und BJ Bueno nennen in ihrem Buch “Die Macht der Kultmarke” neun Marken, die heutzutage kultisch verehrt werden, darunter Apple, Harley-Davidson, das Betriebssystem Linux, die Serie “Star Trek” und “Vans” Schuhe. Alan Deutschman schreibt in seinem Buch “The Second Coming of Steve Jobs”, dass es vor allem Firmengründer Steve Jobs selbst sei, der zur kultischen Verehrung von Apple beitrage. Sein fordernder Führungsstil sei nicht nur ungewöhnlich in der Wirtschaftswelt, sondern auch dem eines religiösen Führers ähnlich. In ihrer Jobs-Biographie schildern die Autoren Jeffrey Young und William L. Simon den geradezu despotischen und launischen Führungsstil des Mannes in Jeans und schwarzem Rollkragenpullover.

Guy Kawasaki wurde Mitte der 80er Jahre von Apple eingestellt. Er sollte den ersten Mac unter Software-Entwicklern anpreisen. Er nannte seine Arbeit selbst “Firmen-Evangelisation”. Und um sein Handwerk zu erlernen, ging er bei keinem Geringerem als Billy Graham in die Lehre, einem der bekanntesten christlichen Evangelisten. Kawasaki verließ Apple 1987, kehrte jedoch 1995 als “Chief-Evangelist” ins Haus zurück.

Der Mac braucht Mythen

Bereits vor fünf Jahren, lange vor iPhone & Co, haben Russell Belk, Professor für Betriebswirtschaft an der Universität von Utah, und Gülnur Tumbat, Marketing-Experte von der San Francisco State University, eine wissenschaftliche Arbeit zur quasi-religiösen Verehrung der Marke Apple verfasst. Sie fanden heraus, dass Apple von mindestens vier Mythen umrankt wird, wie es sich für eine Religion gehört.

Schöpfungsmythos: Die Entstehung von Apple erscheint fast übernatürlich. Steven Jobs und Stephen Wozniak schufen den ersten Apple-Rechner in der Garage von Jobs‘ Eltern. Heidi Campbell weist auf die Symbolkraft dieser bescheidenen Lokalität hin, “ähnlich dem Stall in Betlehem”.

Heldenmythos: Der Apple-Gründer Jobs rettet seine User davor, dem Reich der bösen PC-Welt anheim zu fallen. Laut dem Mythenforscher Joseph Campbell enthält ein klassisches Helden-Epos einige Schlüsselelemente: den Ruf zum Abenteuer, einen Helfer, eine wundersame Reise, Versuchungen, noch mehr Helfer, Apotheose (die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott), Flucht, Auferstehung, und der Segen, der der Welt wieder aufhilft. Wer sich die Geschichte der Firma Apple ansieht, wird tatsächlich viele Parallelen entdecken. In einem Computerclub erhielt Steve Jobs den Ruf, zu einem Abenteuer aufzubrechen, dort traf er auch Wozniak, der zu seinem Helfer wurde. Der schnelle Aufstieg der jungen Firma glich einer Reise ins Wunderland. Keine Frage, dass Apple zahlreichen Versuchungen widerstehen musste, etwa in Form von Angeboten durch IBM und Microsoft; ebenso mussten sie Flops wie den “Apple III” und “Lisa” durchstehen. Am Ende war es dank zahlreicher Helfer möglich, Apple immer erfolgreicher und Steve Jobs zu einem jungen Halbgott von Silicon Valley zu machen. Nach einem Streit verließ Jobs sein Unternehmen, um neue Wege zu gehen. Doch wie es das Schicksal wollte, kehrte er zurück und verhalf dem inzwischen abgehalfterten Unternehmen zu neuem Glanz.

Der satanische Mythos: Der Widersacher von Apple ist und war seit jeher IBM. Es war immer klar, dass Microsoft-Gründer Bill Gates auf der bösen Seite stand. PC‘s wollten die Welt mit grauen Desktopcomputern knechten, und Apple als strahlender Guter versprach das Heil. Dass es stets nur eine kleine Gruppe war, die Apple anhing, im Gegensatz zum Meer von Windows-PC‘s, verstärkte das Gefühl der Exklusivität noch. “Think different” lautet der bekannte Schlachtruf der ApplePiraten. Hinzu kommt, dass Bösewicht Gates die besten Ideen von Apple gestohlen hatte und zum reichsten Mann der Erde wurde.

Wiederauferstehungsmythos: Jobs kehrte nach 13 Jahren zur gefallenen Firma Apple zurück und führte sie wieder auf den rechten Weg. Die Geschichte von Jobs‘ Sieg über den Bauchspeicheldrüsenkrebs trägt zum Mythos der Unbesiegbarkeit bei.

Übermenschliche Eroberungen

Experten sagen: Mit dem Shootingsstar Apple könnte es ebenso schnell wieder bergab gehen, sobald der Herrscher des Unternehmens, Steve Jobs, abtreten sollte. Daran ist sein unnachgiebiger Führungsstil schuld, der nie jemanden neben sich duldete. Eine besondere Eigenschaft stellen Young und Simon in ihrem Buch “Steve Jobs und die Erfolgsgeschichte von Apple” heraus: “Die Natur verlieh ihm die atemberaubende Fähigkeit, Menschenmengen in seinen Bann zu ziehen, wie sie für Missionare und Demagogen typisch ist. (…) Eine Ansprache von Steve Jobs ist ein unvergessliches Erlebnis.” Jobs ist seit jungen Jahren praktizierender Zen-Buddhist. Das habe ihn auch ernst und selbstgefällig werden lassen, sagen Wegbegleiter. Jobs trainierte die Fähigkeit, Entscheidungen impulsiv zu treffen, und brachte damit seine Mitarbeiter zur Verzweiflung. Sein alter Weggefährte Steve Wozniak sagte einmal: “Er hätte einen ausgezeichneten König von Frankreich abgegeben.” Nichtsdestotrotz oder gerade deswegen war Jobs bereits mit 23 Jahren Millionär und wurde zum Milliardär.

Seine Biographen stellen fest: “Die Welt des Personal Computers war Steves Religion, und er selbst war ein echter Apostel. Er konnte Fensterglas zum Erzittern und die Kanzel ins Schwanken bringen, die Gemeinde von ihren Sitzen springen und ausrufen lassen: ‚Preiset den Computer!‘”. Steve Jobs, gerade einmal 50, ist etwas geradezu Übermenschliches gelungen: Er hat hintereinander gleich vier Bereiche unserer modernen Welt ordentlich umgekrempelt, zunächst die Computer-, dann mit “Pixar” die Filmbranche, schließlich dank iPod und iTunes den Musikmarkt, und seit Jahren hecheln alle anderen Mobiltelefonhersteller dem Apple iPhone hinterher. Die Mission ist noch nicht beendet. Der Buchmarkt liegt noch bereit, ebenfalls erobert zu werden, ebenso der Fernsehmarkt, und die Piraten von Apple haben dank des iPad keine schlechten Chancen.

“Steve Jobs ist der Meister-Missionar des digitalen Zeitalters. Die Macintosh-Jünger ziehen aus und verbreiten seine Botschaft, überzeugen Ungläubige davon, dass im Macintosh die Wahrheit liegt”, schreiben die Autoren Young und Simon. Und wenn er bis dahin nicht gestorben ist, wird das Märchen fortgeführt, und Steve Jobs erobert immer mehr Herzen und Wirtschaftszweige. Vielleicht kann er ja eines Tages auch seinen Eroberungszug auf dem Gebiet der Religion erfolgreich abschließen? (pro)

Dieser Artikel stammt aus der aktuellen Ausgabe des Christlichen Medienmagazins pro. Jetzt kostenlos und unverbindlich bestellen: Telefon (06441) 915 151, E-Mail: info@pro-medienmagazin.de.

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Okt 13

Wurzeln Europas: Aufklärung vs. Religion « Atheist Media Blog

Muslimische Ehrenmorde in Italien, christlich-orthodoxe Homophobie in Belgrad, religiös unterfütterter Polit-Fundamentalismus in den USA und ein deutscher Bundespräsident, der nicht weiss, was für eine Geschichte sein eigenes Land hat… Das momentane Problem Europas und des Westens mit dem Islam ist Realität. Doch es ist nicht das Problem eines, wie Bundespräsident Wulff es meinte, christlich-jüdischen, sondern jenes eines aufgeklärten, säkularen Europas. Das christlich-jüdische Europa, das es über Jahrhunderte gab, war ein virulent antisemitischer Kontinent, in dem das kleine Pogrom zwischendurch immer wieder zur Entschuldung und zur Beschaffung neuer Siedlungsflächen angewendet wurde. Zuletzt in den KZ’s des Dritten Reichs. (…)

Und schliesslich wird das «christliche», «jüdische» oder auch «islamische» Europa noch durch einen weiteren Fakt ad absurdum geführt: der grösste Teil der Bevölkerung ist konfessionslos. In jüngerer Zeit war es allerdings ausgerechnet Barack Obama in den wesentlich religiöseren USA, der bei seiner Amtseinführung als praktisch erster Politiker auch ausdrücklich diese Gruppe angesprochen hat. Wulff befand es nicht nötig,…

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Wurzeln Europas: Aufklärung vs. Religion « Atheist Media Blog.

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Mai 26

Ein Gott für jeden Tag…

Manche Götter haben ja einen ziemlichen Alleinherrschaftsanspruch. Aber dabei ist es doch gemeinsam viel unterhaltsamer.

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen täglich einen neuen Gott vor.

Hier kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden. In jeder Farbe, viele Arme zwei Köpfe oder ganz immateriell – kein Problem, die Menschheit hat wohl alles schon ausprobiert. Und wie heißt es so schön: Wenn die Schweine sich einen Gott schaffen würden, sähe er aus wie ein Schwein…



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