Dez 20

Keine Rundfunkgebühren für Gottesdienst!

Wegen einem massiven Hackerangriff auf diese Seite ist der Radiodownload momentan nur über Soundcloud möglich!

 

Liebe Freunde im Geiste,

wir alle müssen für unsere Betriebsstätten ab 2013 keine Rundfunkbeiträge zahlen.

 

 

  Facebook darf nicht fehlen
damit es hier richtig virulent wird, oder?!

Wir brauchen aber noch likes!!!

Verfolgt die spannende Diskussion in den Kommentaren oder besser diskutiert mit!

 

 

Ab 1.1.2013 gilt der neue Rundfunkstaatsvertrag (oder wie das Monstrum genau heißt).

Die interessante Passage ist folgende:

Ҥ5 [...]
(5) Ein Rundfunkbeitrag … ist nicht zu entrichten für Betriebsstätten
1. die gottesdienstlichen Zwecken gewidmet sind,
2. [...]“

 

Dabei ist nicht spezifiziert
- welche Art von Gottesdienst
- es ist nicht von Ausschließlichkeit die Rede
- es geht nicht allein um anerkannte Kirchen
- die Religionsfreiheit im GG ist unser Freund.

Also: Arbeiten ist ja eh Gottesdienst, da haben wir sogar bei der Hl. Kath. Kirche Rückendeckung.

Künstler sind allesamt Priester der Kunst.
Grafik-Designer z.B. huldigen der göttlichen Schönheit. Das ist Gottesdienst!
Gaststätten dienen dem Gottesdienst für Lukullus und Bacchus usw. …

Fazit: Die Möglichkeiten sind endlos! Kreativität ist gefragt.

Was müssen wir tun:

1. Mitteilen, dass unsere jeweilige “Betriebsstätte gottesdiesntlichen Zwecken” gewidmet ist.
2. Einer Abbuchungserlaubnis widersprechen bzw. Einziehungsermächtigungen widerrufen.
3. Abwarten was kommt …

Die Art der “gottesdienstlichen Zwecken” noch nicht offenlegen.

Hier findet man das Abmeldeformular

Gegebenenfalls Nachfragen zunächst mit Hinweis auf Artikel 4 GG zurückweisen:
Die Einzelheiten unserer kultischen Handlungen gehen Außenstehende nichts an!

Schließlich herrscht Religionsfreiheit.

Lassen wir sie kommen. Das wird ein Heidenspaß!

Herzliche Grüße, arrrrr und Ramen!

Der Fari Pasta und der HEILIGESTUHL

 

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_____________________________________________________

Der Link zum Rundfunkgebührenstaatsvertrag

53
comments

53 comments!!!

  1. SkaveRat sagt:

    Möchte hier kurz rückmelden: Ich habe den Antrag abgeschickt und die Rückmeldung bekommen, dass ich nachweisen soll, dass die Wohnung nicht zum Bewohnen gedacht ist.

    Habt ihr eine gute Antwort darauf? Gerne per Mail

    • oneyn sagt:

      Schreib Ihnen noch einmal, und versichere Ihnen, dass die Stätte nur religiösen Zwecken dient. Und dann sag Ihnen halt noch, Sie sollen dich in Zukunft nicht mehr so oft stören, weil du unter der angegebenen Adresse sonst keine ungestörte Religionsausübung mehr machen kannst.

    • Bernd sagt:

      Wieso soll denn die Wohnung nicht zum Bewohnen gedacht sein, wenn man das Oberhaupt/Papst der entsprechenden Religion ist?

  2. Warum ich deine Ausführungen für falsch und irreführend, die Aktion selbst aber doch nicht schlecht finde.

    http://pastafari.eu/index.php?artnr=17050915

  3. admin sagt:

    Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, Zentralgemeinde Deutschland
    Sehr geehrte Siebhersteller,
    wir nehmen die grundgesetzliche Gleichstellung aller Religionen zum Anlass, auf einen schwerwiegenden Verstoß gegen diesen Gleichstellungsgrundsatz hinzuweisen:
    In der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters kommt dem Nudelsieb die gleiche sakrale Bedeutung zu wie der Bibel in den christlichen Kirchen. Aus diesem Grund stellt die kommerzielle Erzeugung von Nudelsieben incl. ihres geschäftsmäßigen Vertriebs einen unzulässigen Akt der Profanisierung dar. Um ihn seines blasphemischen Inhalts zu entkleiden, sind gebührenpflichtige Anstrengungen der KdFS erforderlich.
    Daher erhebt die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters in Abstimmung mit dem Bund für Geistesfreiheit (bfg) ab 01.03.2013 ein Profanisierungsentgelt. Der Tarif für die Siebabgabe wurde festgesetzt auf
    0,47 Euro je großes Sieb
    0,12 Euro je kleines Sieb
    Wir bitten, die Entgelte zeitnah auf das Konto XXXXX zu überweisen.
    Mit spaghettischen Grüßen,
    Bruder Tommy Catch-Up, Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters

    • Lieber Tommy,

      bitte mach dich kundig. Das Nudelsieb ist keine religiöse Kopfbedeckung. Auch in Österreich wurde sie nicht als solche anerkannt. http://religionv1.orf.at/projekt03/news/1107/ne110714_nudelsieb_fr.htm

      Die religiöse Kopfbedeckung der Pastafari ist einzig und allein als das, was Piraten tragen. Piratenhut, -tuch, -bandana usw. Diese Pflicht ergibt sich klar und deutlich aus dem Evangelium.

      Es wäre schön, wenn sich zukünftig auch die Zentralgemeinde in dieser Frage befleißigen würde, Seinem eindeutigen Wunsche nachzukommen.

  4. Pasta Fari sagt:

    Hey @admin. Jetzt stell doch mal die Instant-Weihe online, die du seit Mittwoch hast!

    Nudlige Grüße

    Pasta

  5. haschgift sagt:

    Hey Leute,

    leider wird diese Argumentierung nicht funktionieren.

    Im Beitrag sind wichtige Elemente des Orginaltextes entfernt.
    Er lautet eigentlich:
    “(5) Ein Rundfunkbeitrag nach Absatz 1 ist nicht zu entrichten für Be-
    triebsstätten
    1. die gottesdienstlichen Zwecken gewidmet sind,
    [..]” (§5, Seite 2, 15. RGebStv)

    In Absatz 1 wird erklärt:
    “(1) Im nicht privaten Bereich ist für jede Betriebsstätte von deren Inha-
    ber (Beitragsschuldner) ein Rundfunkbeitrag nach Maßgabe der folgen-
    den Staffelung zu entrichten. Die Höhe des zu leistenden Rundfunkbei-
    trags bemisst sich nach der Zahl der neben dem Inhaber Beschäftigten
    und beträgt für eine Betriebsstätte [..]” (§5, Seite 2, 15. RGebStv)

    Das bedeutet, eine gottesdienstliche Betriebsstätte ist nur von Gebüren befreit, wenn es sich nicht um eine private Wohnung handelt.

    Das wird vermutlich auch voraussetzen, dass kein ordinärer Mietvertrag über privaten Wohnraum abgeschlossen ist, man müsste also seine Privatwohnung erstmal ordentlich als Gewerberaum anmelden.

    Wer hier im Bezug auf Privatwohnraum mit der genannten Argumentation vorgeht, wird sich in Teulfesküche begeben, da die Gerichtsbarkeit am Ende sehr wahrscheinlich gegen
    einen entscheiden wird (auch auf höchster Ebene).

    Grüße

    • Pasta Fari sagt:

      Danke für Deinen Beitrag.

      Ja, das geht NUR und AUSSCHLIESSLICH bei Betriebsstätten. Und sogar nur bei solchen, die nicht Teil einer Wohnung sind.

      Genau das habe ich schon im Dezember gesagt, es steht im Beitrag (sogar in der Überschrift!) und es wird im Radiobeitrag ausführlich erklärt. Und gefühlte 1000 Mal auch in meinen Kommentaren (s.u.).

      Dennoch ist Dein Beitrag hilfreich: Er hilft den anderen, die auch nicht sorgfältig lesen.

      Ramen!

      Der genervte Pasta Fari 66

  6. [...] Räumlichkeiten einer Glaubensgemeinschaft sind von der GEZ ausgenommen (http://www.frohe-prozession.de/?p=1243) [...]

  7. Pasta Fari sagt:

    “Wird es die Instant-Weihe noch geben?”

    Asche auf mein Haupt, Nik, da hab ich noch eine Hausaufgabe zu machen.
    Spätestens am Aschermittwoch liefere ich sie ab. Nudliges Ehrenwort!

    Haltet bereit: Bandana*, Pasta al dente und Nudelwasser.
    (* oder eine andere piratenmäßige Kopfbedeckung).

    Arrrr

  8. Nik sagt:

    Wird es die Instant-Weihe noch geben?

    • admin sagt:

      Was genau meinst Du? Suche Dir einen Glauben und eine würdevolle Weihezeremonie. Fertig ist der Gottesdienst! DIYS und Kreativität ist die Devise.

      • Pasta Fari sagt:

        Er hat schon Recht. Ich hab’s ja versprochen. Du willst ja bloß wieder die Leute vom glauben abbringen, Du alter Gottloser!

  9. Pasta Fari sagt:

    Guten Morgen Tom,

    das “Du” ist wunderbar.

    “Hast du dich schon einmal mit einem Religionswissenschaftler unterhalten? Oder meinetwegen einem Theologen?”

    Ja, sogar mit einem Jesuiten, der Ordinarius an einer deutschen Universität ist.
    Und mit ein paar Juristen, davon auch einige Hochschulprofessoren.
    (Mein Zivilberuf macht mir das leicht).

    Wir haben die theologische und juristische Einschätzung besprochen und sie fanden meine Argumentation durchaus vertretbar.

    Ich denke, Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen: Ob ich von anderen subjektiv als “gläubig” oder gar “fromm” empfunden werde, ist im besprochenen Kontext irrelevant. Es geht um die objektive Würdigung, z.B. durch ein Gericht. Hier darf der Richter nicht nach seinem Bauchgefühl urteilen, er muss spitzfindig sein. Im Zweifel darf er jemanden nicht seinen Glauben und seine Religion absprechen. Dass das keine leichte Situation weder für den Gesetzgeber noch für die Justiz ist, liegt in der Natur der Sache. In dubio pro Pastafari … (und alle anderen Gläubigen).

    Die Nagelprobe steht leider noch aus, die Nach-GEZ hat unsere Abmeldung unwiderspochen gelassen. Das kann Kalkül sein oder auch einfach Überlastung. Auch alle meine Geschäftsfreunde, die ihre Gotteshäuser abgemeldet haben, haben bisher keine Probleme bekommen.

    Möglicherweise will man auch einfach keinen Präzedenzfall schaffen. Denn: Ausnahmeregelungen und Vorteile für Religionsgemeinschaften findet man in vielen Bereichen, z.B. bei den GEMA-Gebühren, Brandschutz, Vorschriften für Veranstaltungen und vielem mehr.

    Fazit: Du hast Recht. Ich auch.

    Und wie schon das Geeiere bei der Beschneidung gezeigt hat: Man will die Gläubigkeit oder Religionszugehörigkeit gar nicht überprüfen müssen. Deswegen kommt Religion im Beschneidungsgesetz gar nicht vor.

  10. Tom sagt:

    “Sehen Sie Tom, das könnte der Unterscheid sein: Ich respektiere Sie.”

    Vorweg: Ich bleibe beim “du”, nicht weil ich unhöflich bin, sondern weil es im Netz so üblichen ist.

    Zur Sache: Zitierter Aussage liegt die Annahme zugrunde, dass meine Distinktion von Religion und “Religion” nichtig sei. Die logische Schlussfolgerung kann nur sein, mir Respektlosigkeit (und früher oder später auch Intoleranz) vorzuwerfen. Denn was augenscheinlich gleich ist, dürfe wohl nicht unterschiedlich behandelt werden.

    Hast du dich schon einmal mit einem Religionswissenschaftler unterhalten? Oder meinetwegen einem Theologen? Denn mir kommt dein Verständnis von Religion sehr eindimensional vor – was mich überrascht, denn das Thema scheint dir offensichtlich wichtig zu sein.

    Ich bleibe bei meiner Unterscheidung. So wird es dich nicht wundern, warum ich Verschiedenem verschieden begegne. Mit Toleranz oder Intoleranz hat das also nichts zu tun, sondern mit einem bestimmten Grundverständnis der Sache.

    Interessant ist doch, dass, ohne dass Glauben und Religion messbar wären, sie doch beurteilbar sind. Sicher, für den Juristen liegt hier ein Problemfeld. Aber ich als Mensch kann sehr präzise und direkt, und dazu noch für andere nachvollziehbar sagen, was mir wahrhaftig vorkommt und was nicht. Es gibt realen und fiktiven Glauben. Sein Gewissen zu prüfen liegt aber bei jedem Menschen selbst.

    Ich hoffe, damit ist mein voriger Beitrag besser nachvollziehbar geworden.

  11. Pasta Fari sagt:

    Sehen Sie Tom, das könnte der Unterscheid sein: Ich respektiere Sie.
    Das heißt nicht, dass ich Ihre Meinung teilen muss.
    Ob Sie mir mein Glaubensbekenntnis abnehmen, ist Ihre Sache.

    So lange Sie nicht andere Maßstäbe anlegen. Denn das brächte Sie in Konflikt mit unserer Verfassung. Und nein: Das Grundgesetz sieht keine “Gewissensprüfung” für Glaubensbekenntnisse vor, und das ist gut so. Sogar beim Beschneidungsgesetz hat man diese Klippe bewusst vermieden.

    Wie möchten Sie Glauben und Religion messen und beurteilen?

    Zum Thema “handgestricke” Religion: Im 1. Jahrhundert hat man die Anhänger einer solchen “handgestrickten” Religion verfolgt, verbrannt und verfüttert. Im 16. Jahrhundert entstand daraus eine andere “handgestrickte” Religion, die von vielen bis heute nicht ernstgenommen wird.

    Jede Religion wurde irgendwann mal handgestrickt.

    Meine passenderweise aus Nudeln.

    Gute Nacht.

  12. Tom sagt:

    “Ich kenne Ihr Glaubensbekenntnis nicht.
    Was auch immer es sei, Sie können meines Respekts sicher sein.

    Gilt das auch umgekehrt?”

    Sofern es sich um echte Glaubensüberzeugungen handelt – ja. Handgestrickte Spaghettireligion mag ein Protestinstrument oder dergleichen sein, als ehrliches Glaubensbekenntnis aber nehme ich sie dir nicht ab.
    Da liegt unserem Fall das Problem, nicht wahr? Religion und “Religion” sind eben doch verschiedene Dinge.

  13. Pasta Fari sagt:

    Hallo @Tom:

    Ich kenne Ihr Glaubensbekenntnis nicht.
    Was auch immer es sei, Sie können meines Respekts sicher sein.

    Gilt das auch umgekehrt?

  14. Tom sagt:

    Zuerst: Besten Dank für die Reaktionen.

    “Schließlich sind wir Gläubige besser als andere Menschen (das ist selbstevident) und insbesondere wir Pastafari können die einzige Gottheit vorweisen, die sich naturwissenschaftlich nachweisen lässt (siehe Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters). Dennoch maßen wir uns nicht an…”

    Religionskritik gibt es anderswo auf deutlich höherem Reflexionsniveau. In dieser Form kommuniziert (Spaghettimonster…) kann ich eine solche leider nicht ernst nehmen. Da das Schlagwort Toleranz gefallen ist: Wichtiger als Toleranz finde ich Respekt. Das ist nämlich das, was ich vermisse, wenn ich solche Äußerungen lese, und was ein Gespräch dann doch ausgesprochen schwierig macht.

  15. Pasta Fari sagt:

    Schisma?

    Das würde ich nicht sagen. Aber grob leichtsinnig, die eigene Wohnung zur Betriebsstätte zu erklären. Die Ausnahmeregelung gilt ja nur für _Betriebsstätten_, die gottesdienstlichen Zwecken gewidmet sind. Für Betriebstätten wiederum interessieren sich das Gewerbeamt, Finanzamt, der Vermieter (Zweckentfremdung) usw.

    Dass wir die ersten waren, ist leicht zu belegen durch den Blogeintrag und unsere Radiosendung.

    Ramen!

    • admin sagt:

      Das erste Schisma?
      Der Focus schreibt von den Nerdisten die die Idee für sich beanspruchen.
      Gottesdienstler aller Couleur vereinigt Euch!!

  16. Pasta Fari sagt:

    Oh, es wird immer besser und der Glauben trägt Früchte:
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/153675

    Zudem wollen die ersten Gläubigen die Sache konsequent durchziehen:
    http://www.heise.de/tp/blogs/6/153682

    Respekt, Brüder im Geiste!

    pastafari_66@hotmail.de

  17. Pasta Fari sagt:

    Vielen Dank an @Tom für die Anmerkungen.
    Ich gehe gerne auf diese Punkte ein.
     
    «Was den Gesetzestext betrifft: Nicht nur der Wortlaut, sondern auch sein Sinn muss doch beachtet werden. Hier wird doch lediglich versucht, der gängigen Definition von “Gottesdienst” einen anderen Inhalt unterzuschieben.»
     
    Wie schon admin sagt: Was ist denn die “gängige Definition”? Sogar der Bayerische Landtag, dem ich keine Opposition zu den christlichen Kirchen unterstelle, weist auf die Offenheit des Begriffs hin: (Drucksache 16/7001, S.19): “Diese Bestimmung ist im Lichte von Artikel 3 des Grundgesetzes auszulegen und gilt nicht nur für christliche Kirchen.”
     
    «Spätestens wenn so etwas allgemeines wie “Arbeit” darunter verstanden werden soll, wird es absurd. Begriffliche Ausdrucksweise ist nur so lange sinnvoll, wie eben nicht alles alles bedeuten kann.»
     
    Da gebe ich Ihnen Recht: Es bedeutet eben nicht alles. Für Sie und Ihre Religionsgemeinschaft mag Arbeit nicht als Gottesdienst gelten. Für meine Religionsgemeinschaft schon. Zusätzliche Untermauerung findet sich auch im Credo der Senkung von Fernsehkosten in den 8 “I’d rather you wouldn’t” seiner Nudeligen Erhabenheit. Das mag spitzfindig erscheinen, aber auch anderen Religionen werden solche innerkirchlichen Spitzfindigkeiten zugestanden, bis hin zur Aufhebung weltlicher Arbeitsgesetze für kirchliche Arbeitgeber.
     
    «Wenn als Beleg aber auch noch Luther angeführt wird, macht sich der Urheber solcher Aussagen vollends lächerlich – mal ganz davon abgesehen, dass es sich damit wieder nur um eine “innerkirchliche” Definition handeln würde.»
     
    Sie haben Recht: Der Verweis auf Luther ist ein schwaches Argument, darauf hat mich auch der von mir befragte Jesuit mitleidig lächelnd hingewiesen.
     
    «Für sich persönlich mag jeder den Begriff “Gottesdienst” füllen, wie er will. Aber offensichtlich ist man sich ja auch hier einig, dass eben die subjektive Sichtweise nicht allgemeingültig sein kann.»
     
    Richtig. Aber wie das GG ja sagt, ist jeder in seiner Religionsausübung frei und das schließt natürlich auch ein, was als Ritus und als Gottesdiesnt der jeweiligen Kirche gilt.
     
    «Dass Kirchen “Wirtschaftsbetriebe wie alle anderen auch” seien, stimmt, aber eben nicht in jeder Hinsicht. Dass sie Sonderrechte erhalten finde ich persönlich angemessen.»
     
    Auch hier gehe ich mit Ihnen konform (sorry admin!), falls diese Sonderrechte für alle Kirchen gelten.
     
    Schließlich sind wir Gläubige besser als andere Menschen (das ist selbstevident) und insbesondere wir Pastafari können die einzige Gottheit vorweisen, die sich naturwissenschaftlich nachweisen lässt (siehe Evangelium des Fliegenden Spaghettimonsters). Dennoch maßen wir uns nicht an, die anderen Religionen als Aberglauben zu brandmarken. Das verbieten unsere Gebote. Es genügt uns zu wissen, dass wir Recht haben. Auch da unterscheiden wir uns von vielen anderen Religionen, die Andersgläubigen durch mehr oder weniger intensive Überzeugungsarbeit den jeweils rechten Weg weisen wollen.

  18. Also : Ich kriege das Formular für die GEZ-Nachfolgeorganisation nicht geöffnet, irgendwie sperren sich meine Götter (Computer) . . . wenn jemand weiss, wo ich es sonst noch downloaden kann, dann wäre ich glücklich, wenn man es mir mitteilen könnte. Der grosse Computer sei mit Euch und die Bites Bytes stehen Euch bei . . . Rev. Michael Mao vom lauten Computer

    -> admin -> hat noch jemand das Problem? Es ist ein ganz normales PDF dahinter…

  19. Tom sagt:

    Was den Gesetzestext betrifft: Nicht nur der Wortlaut, sondern auch sein Sinn muss doch beachtet werden. Hier wird doch lediglich versucht, der gängigen Definition von “Gottesdienst” einen anderen Inhalt unterzuschieben.

    In der gewissen Breite des Begriffes “Gottesdienst” eigene Definitionen unterzubringen suchen, mag juristisch gesehen sogar möglich sein. Aber um es mit Angela Merkel auszudrücken: Hilfreich ist es nicht.
    Spätestens wenn so etwas allgemeines wie “Arbeit” darunter verstanden werden soll, wird es absurd. Begriffliche Ausdrucksweise ist nur so lange sinnvoll, wie eben nicht alles alles bedeuten kann. Wenn als Beleg aber auch noch Luther angeführt wird, macht sich der Urheber solcher Aussagen vollends lächerlich – mal ganz davon abgesehen, dass es sich damit wieder nur um eine “innerkirchliche” Definition handeln würde.

    Für sich persönlich mag jeder den Begriff “Gottesdienst” füllen, wie er will. Aber offensichtlich ist man sich ja auch hier einig, dass eben die subjektive Sichtweise nicht allgemeingültig sein kann.

    Insofern bleibt lediglich zu diskutieren, ob die im Staatsvertrag vorgesehene Regelung sinnvoll ist. Ob sie juristisch gesehen “wasserdicht” formuliert ist, ist dagegen doch sowieso die weit weniger interessante Debatte.

    Dass Kirchen “Wirtschaftsbetriebe wie alle anderen auch” seien, stimmt, aber eben nicht in jeder Hinsicht.
    Dass sie Sonderrechte erhalten finde ich persönlich angemessen. Dass es anders sein sollte, halte ich für eine Minderheitenmeinung – insofern ist die Empörungsäußerung ob einer subjektiv empfundenen “handfesten Sauerei” natürlich erlaubt, wenn auch nicht nötig.

    • admin sagt:

      @ Tom
      Danke für die etwas differenzierte Meinung. Antworten dazu:

      1. Was soll die gängige Definition von Gottesdienst sein? Es gibt gefühlte 56,897 Götter unterschiedlicher Couleur und alle mit Ihrem eigenen Ritus. Siehe: http://www.godchecker.com. Mehrheiten sind da nicht hilfreich, fragen Sie mal einen Papuahulpa nach seiner Meinung über Jesus und nach seiner Toleranz.

      2. Jeder Gottesdienst ist meiner Meinung nach absurd! (Dies ist mein Leib, nehmet und esset alle davon; Mützchen auf, Mützchen ab; sich wenden nach Osten, Westen oder in den Staub werfen etc.) Es gibt nichts was nicht der Wohlgesonnenheit irgendwelcher Gottheiten dienlich wäre, da ist arbeiten noch die harmlosere Variante.

      3. Die Aussage “Minderheitenmeinung” lässt sich den aktuelle Zahlen nach nicht halten: In Deutschland sind inzwischen mehr als ein Drittel konfessionslos (was zugegebenermassen nicht gottlos heißen muss) und weltweit sind Atheisten und Agnostiker eine der größten Gruppen wie neue Statisiken belegen. http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1398012. Die hilflosen Erklärungsversuche der Religionen haben noch nicht ausgedient, aber immer mehr Menschen wollen sich nicht dem Diktat einer wie auch immer gearteten Gottheit unterwerfen. Sie bleiben lieber auf dem Boden.

      4. Sonderrechte sind weder angemessen noch in irgend einer Weise gerechtfertigt. Kirchenprivilegien – abschaffen.

      5. Davon unbenommen: Jeder darf gerne glauben was er will, solange er Andersdenkende in Ruhe lässt.

  20. Gast sagt:

    @admin:
    Das war keine Angriff.
    Der Artikel wurde in der Mydealz-Community verlinkt, dort sind im Schnitt 5.000-10.000 User online.

    http://hukd.mydealz.de/freebies/rundfunkgeb%C3%BChren-sparen-167340

  21. Pasta Fari sagt:

    P.S. an alle, die darüber nachdenken, ihre Wohnung als Kirche umzudefinieren.
    Lasst lieber die Finger davon, das führt m.E. nur über den Umweg “Betriebsstätte” zum Ziel.

  22. Pasta Fari sagt:

    Lieber @Tom:

    Vielen Dank für Ihren Hinweis. Sowohl ein von mir befragter Verfassungsrechtler als auch ein promovierter Jesuit sahen das anders als Sie. Aber das ist ja das Schöne am Artikel 5: Sie dürfen das anders sehen. Zu klären wäre es vor Gericht. Nur: Wir haben bis jetzt keine negative Reaktion der Post-GEZ bekommen. Möglicherweise will man das seitens der Ex-GEZ auch gar nicht juristisch geklärt haben.

    Und selbst falls Ihre Auffassung (christlich) kanonisch korrekt wäre: Was geht mich das Kirchenrecht anderer Kirchen an? Ich bin Pastafari und lebe meinen Glauben, wie das meine Religion vorsieht. Und diese meine Kirche lässt es ausdrücklich zu, unsere tägliche Arbeit als Veranstaltung und insbesondere als Gottesdienst zu definieren (vgl. z.B. die 8 “I’d Really Rather You Didn’ts”, dort ist unter anderem der Kampf gegen zu hohe Fernsehkosten ein wichtiges Credo).

    Natürlich können Sie das als Satire sehen, wenn Sie möchten. Im Gegensatz zu anderen Gläubigen reagieren Pastafaris äußerst gelassen auf Häresie. Wir zünden weder Astronomen an, noch steinigen wir Ehebrecherinnen. Und schon gar nicht mischen wir uns in fremde Religionsbräuche ein, erwarten aber dasselbe auch von anderen.

  23. Tom sagt:

    Der Autor setzt (bewusst oder aus Unkenntnis) zwei verschiedene Dinge gleich: Der Begriff Gottesdienst, wie er im GG verwendet wird, meint offensichtlich eine gottesdienstliche Feier.

    Wenn er behauptet, Martin Luther habe “Arbeit als Gottesdienst [...] definiert”, irrt er sogar auf mehreren Ebenen – allein Luthers Deutsche Messe ist da ein deutlicher Hinweis…

    Mit dem gottesdienstlichen Leben, ebenfalls als “Gottesdienst” bezeichnet, ist die persönliche Lebensführung des Einzelnen angesprochen – es versteht sich von selbst, dass es sich dabei nicht um eine Veranstaltung handelt.

    Insofern basiert die Argumentation auf einer Falschannahme und kann kaum ernst genommen werden. Nun kann einem der Beitrag allerdings selbst dann, wenn es sich um eine Satire handeln sollte, nur als äußerst peinlich erscheinen.

    • admin sagt:

      @Tom
      Es handelt sich nicht um Sartire, sondern um das Aufdecken einer handfesten Sauerei. Die Peinlichkeit ist doch eigentlich, dass uns ein weiteres Kirchenprivileg untergejubelt wird. Warum sollten Kirchen oder Religionen Sonderrechte erhalten? Es sind Wirtschaftsbetriebe wie alle anderen auch! Warum sind im Staatsvertrag nicht die KfZ-Werkstätten ausgenommen oder die Pizzabäcker?? Gottesdienst kann alles oder nichts sein! Je nach Weltanschauung oder Glaubensrichtung.

      • admin sagt:

        Wer fühlt sich hier angegriffen?
        @Pasta Fari: Wie recht Du hast mit der Un-gelassenheit.

        Am Freitag, 01.02.13, konnten wir feststellen dass auf die Seite http://www.frohe-prozession.de
        massive Downloadversuche von verschiedenen IP Adressen stattfanden.
        Insbesondere auf die Datei:
        2013-01-16-Radio-Lora_Keine-Rundfunkgebuehren.mp3
        im Verzeichnis XXXXXXXXXX/XXXXXXX

        Die Angriffe dauerten bis Sonntag, 03.03.13.

  24. jowi sagt:

    um sich auf diesen Passus zu berufen, wird eine Nutzungsänderung notwendig sein. Dann mal viel Spaß…

  25. Daniel sagt:

    Blöd nur, dass eine Wohnung keine BETRIEBSSTÄTTE ist und du ausserordentlich gekündigt werden kannst, wenn du deinen Mietraum nicht zu Wohnzwecken nutzt.

    Gruß,

    stud. iur. D. B.

  26. Marc (tm) sagt:

    Interessant.
    Wie definiert der Gesetzgeber den Betriebsstätte genau?

  27. kortikum sagt:

    sobald es sich um eigenständige wohnungen handelt, wird das mit der wohngemeinschaft nicht mehr funktionieren. man müsste dann schon z.b. das treppenhaus selbst als wohnung deklarieren.

    § 3
    Wohnung

    (1) Wohnung ist unabhängig von der Zahl der darin enthaltenen Räume jede ortsfeste, baulich abgeschlossene Raumeinheit, die

    1. zum Wohnen oder Schlafen geeignet ist oder genutzt wird und
    2. durch einen eigenen Eingang unmittelbar von einem Treppenhaus, einem Vorraum oder von außen, nicht ausschließlich über eine andere Wohnung, betreten werden kann.

    ps. der mitschnitt der radiosendung funktioniert nicht (error 403).

  28. horg sagt:

    bier, sarg und musik reichen aus?

  29. bobby tables sagt:

    Amen ;-)

  30. [...] Keine Rundfunkgebühren für Gottesdienst! « [...]

  31. [...] “§5 [...] Absatz (5) Ein Rundfunkbeitrag nach Absatz 1 ist nicht zu entrichten für Betriebsstätten [...] die gottesdienstlichen Zwecken gewidmet sind”. Also: Hier ist das Abmeldeformular. Wer sich absichern möchte, kann ja schriftlich erklären, dass in den betreffenden Räumen regelmässige Riten der Pastafarianisten stattfinden, sowie eine Dokumentation der Weihe durch einen pastafarianischen Priester beifügen. Näheres zur pastafarianischen Religion wird im Video unten erklärt. hpd, frohe prozession [...]

  32. Pasta Fari sagt:

    @Franz:
    Offensichtlich ist es tatasächlich eine gute Idee, alle Veranstaltungen als Gottesdiesnt zu deklarieren. Die GEMA-Gebühren dafür sind deutlich günstiger: https://www.gema.de/fileadmin/user_upload/Musiknutzer/Tarife/Tarife_ad/tarif_wr_k2.pdf
    Ich gebe aber zu, dass ich mich mit der GEMA-Problematik nicht so sehr befasst habe, da es für meine “Gemeinde” nicht relevant ist.

    @Kati:
    “Dh. wer zu Hause arbeitet, zahlt eh nur ein Drittel?”
    Leider nein. Aber man zahlt nichts mehr zusätzlich zur vollen Haushaltsabgabe von knapp 18 Euro.

    @Last Knight Nik und pilzator:
    Die WEG-Idee finde ich genial. Für Studentenwohlheime (die oft mehrere hundert Bewohner haben) geht das sicher. Ob man auch ganze Hochhäuser (Reihenhaussiedlungen, Viertel, Städte …!) als Wohngemeinschaften deklarieren kann, sollte man mal versuchen. ;)

    Herzliche Grüße und Ramen!

    Euer
    Pasta Fari
    pastafari_66@hotmail.de

  33. Franz sagt:

    Gibt es sowas auch fuer die GEMA??

  34. [...] einfach zu einer Wohngemeinschaft zusammenmelden, fröhlich geklagt oder Gaststätten einfach zum religiösen Raum umdeklariert (Daß religiöse Stätten nicht mit Gebühren belästigt werden dürfen hat gewiß [...]

  35. Sven Meier sagt:

    Da wünsche ich einen schönen Gottesdienst. :)

  36. kati sagt:

    Das hier ist doch aber auch spannend:

    “Rundfunkbeitrag im nicht privaten Bereich
    (1) Im nicht privaten Bereich ist für jede Betriebsstätte von deren Inhaber (Beitragsschuldner)
    ein Rundfunkbeitrag nach Maßgabe der folgenden Staffelung zu entrichten. Die Höhe
    des zu leistenden Rundfunkbeitrags bemisst sich nach der Zahl der neben dem Inhaber Beschäftigten
    und beträgt für eine Betriebsstätte
    1. mit keinem oder bis acht Beschäftigten ein Drittel des Rundfunkbeitrags,”

    Dh. wer zu Hause arbeitet, zahlt eh nur ein Drittel?

  37. pilzator sagt:

    mehrere Bewohner einer Adresse müssen sich nur einig sein. Wenn z.B. in der Musterstraße 123 in 98765 Musterstadt die Familien Lindemann, Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner gut miteinander können, dann reicht es, wenn beispielsweise Erwin Lindemann anmeldet und überweist, Müller-Lüdenscheid und Dr. Klöbner hingegen formlos unter Angabe der Kundennummer von Lindemann erklären, dass sie eine Wohngemeinschaft mit ihm haben.
    Lindemann überweist an die ehem. GEZtapo und zieht jeden Monat 6 EUR von den andern beiden Parteien ein. So werden statt 3 Parteien mit jährlich knapp 650 EUR nunmehr 216 EUR angewiesen und von der Differenz kann man super eine Haus-Party mit GEZapftem Bier veranstalten.

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